Parodontologie

Parodontologie

 

Wir achten in unserer Praxis besonders auf erste Anzeichen von Parodontitis. Bei Ihrem regulären Vorsorgetermin führen wir eine spezielle Screening-Untersuchung durch.

KRAUS_ZAHNARZT_5320_FINAL_PRINT_RGBEine Parodontitis ist eine Entzündung des gesamten Zahnhalteapparates, bei der es zur Bildung von Zahnfleischtaschen und Knochenabbau kommt. Im schlimmsten Fall kommt es zur Zahnlockerung und Zahnverlust. Ausgelöst wird die Erkrankung durch im Zahnbelag lebenden Bakterien.

Eine Parodontitis hat Einfluss auf den gesamten Körper. Sie steht im Verdacht Herzerkrankungen, Schlaganfälle oder Frühgeburten auszulösen.

Mehrere Faktoren begünstigen die Entstehung einer Parodontitis. Hierzu gehören:

  1. Schlechte oder falsche Mundhygiene
  2. Genetische Veranlagung
  3. Tabakkonsum: Raucher haben im Vergleich zum Nichtraucher ein vier- bis sechsfach erhöhtes Risiko
  4. Diabetes Mellitus: insbesondere wenn der Blutzuckerspiegel schlecht eingestellt ist,
  5. Schwangerschaft
  6. Mundatmung
  7. Zähneknirschen
  8. Allgemeine Immunschwäche
  9. Ernährungsfaktoren
  10. Stress
  11. Medikamente

Bitte bedenken Sie: Ohne Bakterienbeläge kann es nicht zur einer Erkrankung kommen.

Zu den ersten Anzeichen einer Parodontitis gehören:

Zahnfleischbluten

Dunkelrote Färbung des Zahnfleisches

Leichte Schwellung des Zahnfleisches

Mundgeruch

Freiliegende Zahnhälse

Zahnlockerung durch Lückendbildung

 

Ziel Ihrer Therapie ist es, alle Bakterienbeläge zu entfernen. Hierfür bedarf es im Allgemeinen folgender Behandlungsschritte:

Vorbehandlung: 1-2 Sitzungen

Zuerst müssen sämtliche Taschen ausgemessen werden und Röntgenbilder angefertigt werden.

Danach werden mit einer professionellen Zahnreinigung alle Beläge, die über dem Zahnfleisch angesiedelt sind, gründlich entfernt. Bei dieser Sitzung sollen Fehler in der eigenen Mundhygiene erkannt und verbessert werden. Unsere Mitarbeiter beraten Sie gerne. Da eine Parodontitis von bis zu 500 unterschiedlichen Bakterienstämmen ausgelöst werden kann, empfehlen wir eine Bestimmung des Keimspektrums mit einem Keimtest, um so das für Sie optimale Antibiotika auszusuchen.

Instrumentelle Therapie: 1-2 Sitzungen

Durch spezielle Ultraschall- und Handinstrumente werden die auf der Wurzeloberfläche befindlichen Beläge entfernt. Dies geschieht unter örtlicher Betäubung. Hierbei wird mit besonders schonender Ultraschalltechnik mit medizinischen Spüllösungen und Handinstrumenten gearbeitet.

Zusätzlich kann ein Laser angewendet werden.

Nachbehandlung: 4-6 Sitzungen

In kurzen Kontrollsitzungen wird der Heilungsverlauf kontrolliert. Besonders wichtig für den Erfolg der Therapie ist eine optimale häusliche Zahnpflege und eine Nachsorge durch den Zahnarzt mit 3-4 PZR Terminen im Jahr. Ohne diese Nachsorge erkranken Patienten in kurzer Zeit erneut.

Ziel der Behandlung ist es, entzündungsfreies Zahnfleisch, das wieder am Zahn anhaftet zu schaffen. Außerdem wird der Knochenabbau gestoppt.

Gewebeaufbauende, regenerative Maßnahmen

Leider kommt einmal verloren gegangener Knochen von alleine nur bedingt wieder.  In bestimmten Fällen besteht die Möglichkeit, über eine Knochenregeneration den Knochen wieder aufzubauen. Dabei werden mit einem resorbierbaren Protein (Emdogain) Prozesse imitiert, die bei der frühkindlichen Zahnentwicklung stattgefunden haben.